Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V.

Hingucker

13.05.2011

Vorstand des Landesverbandes Hochbegabung konstituiert sich

LVH nimmt Stellung zur Bildungspolitik der neuen Regierung PDF

 

Koalitionsvertrag ohne Aussagen zur Hochbegabtenförderung


Stuttgart, 13. Mai 2011: Auf der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Vorstandes des Landesverbandes Hochbegabung Baden-Württemberg e.V. (LVH) stand der Koalitionsvertrag der grün-roten Landesregierung im Mittelpunkt. Der LVH begrüßt außerordentlich, dass die neue Landesregierung ein Schulsystem schaffen möchte, in dem jedes Kind individuell gefördert wird. „Wir bemühen uns seit langem darum, dass auch hoch begabte Kinder in baden-württembergischen Schulen entsprechend ihrer Begabung gefördert werden, wie es der Artikel11 der Landesverfassung gebietet. Leider enthält der Koalitionsvertrag keinerlei Angaben zur Begabtenförderung“, so Markus Siehr, neu gewählter Erster Vorsitzender des LVH. Gerade dem Bedürfnis hoch begabter Kinder nach speziellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lehr- und Lernmethoden wird die Grundschule oftmals nicht gerecht. Das Schulsystem in seiner heutigen Ausprägung verhindere leider viel zu oft, dass diese Kinder ihre Talente dort entfalten können. Siehr war bisher Beisitzer im Vorstand und für die Kontakte zur Wirtschaft verantwortlich. Nach seiner Einschätzung hat die Wirtschaft vielfach noch nicht die Potenziale hochbegabter Schüler und Schülerinnen erkannt. „Viele Unternehmen jammern über fehlende Fachkräfte. Vielleicht rüttelt der demografisch bedingte Rückgang der Erwerbsbevölkerung die Unternehmen noch wach“, hofft Siehr. Keine Volkswirtschaft könne es sich heutzutage erlauben, auch nur ein hoffnungsvolles junges Talent zu vergeuden.