Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V.

Hingucker

21.10.2006

Begabtenförderer 2006

Von links nach rechts: die Preisträgerinnen Beate Quendt und Nadine Raisch und Irene Mundel, 1. Vors. LVH

Der LVH-Preis für die Begabtenförderer des Jahres 2006 ging in diesem Jahr an die Grundschullehrerinnen Beate Quendt und Nadine Raisch (Grund-und Hauptschule mit Werkrealschule Döffingen) (Grafenau, Landkreis Böblingen)

Frau Beate Quendt und Frau Nadine Raisch haben den Preis des Begabtenförderer des Jahres 2006 in Höhe von 500 Euro erhalten. Der Preis wurde ihnen am 21. Oktober 2006 im Haus der Wirtschaft im Rahmen eines Festaktes verliehen. Der Vorschlag, der wie alle Vorschläge aus dem Kreis der Mitgliedsfamilien des LVH stammte, wurde ausgewählt, weil er hervorhebt, wie individuell die Kinder in den Klassen der beiden Lehrerinnen gefördert werden. So steht in der Vorschlagsbegründung:

„Die Aufgaben sind in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt... In vielen Fällen werden Aufgaben für die Kinder je nach Wissensstand individuell festgelegt. ...

Hochbegabte Kinder werden nicht sozial ausgegrenzt, weil sie zu jung oder zu schlau sind.....

Was mich an den beiden Lehrerinnen am meisten beeindruckt hat, war die Anerkennung der Individualität der Kinder...

Am Beispiel dieser engagierten Lehrerinnen kann man ... sehr gut sehen, dass eigentlich nur die richtige Berufsauffassung und eine offene und engagierte Schulleitung erforderlich ist, um Kindern aller Begabungen eine gute Schulausbildung zu ermöglichen....“

In der Laudatio würdigte Irene Mundel, 1. Vorsitzende des LVH, das Engagement der Lehrerinnen. Sie betonte, dass mit diesem Preis die ganze Schule mit einer offenen und engagierten Schulleitung gewürdigt wird. „In diesem offenen Unterricht, der dennoch durch klare Strukturen geprägt wird, können die Lehrerinnen jedes Kind nach seinen Begabungen fördern. Eine erfahrene Lehrerin, Frau Quendt, hat ihre junge Kollegin von ihrem Wissen und ihrer Arbeit profitieren lassen. Im Team können die Lehrerinnen neue Unterrichtsformen anwenden. Das hat die Jury überzeugt.“

Mit dem Preis will der LVH die Lehrerinnen, ihre Kolleginnen und Kollegen sowie die Schulleitung ermutigen, auf diesem positiven Weg der Hochbegabtenförderung weiter zu gehen.

Der Preis des Begabtenförderers in Höhe von 500 € wird seit 2004 alljährlich durch den Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V. auf Vorschlag seiner Mitglieder vergeben. Er soll Personen im staatlichen Schulsystem des Landes auszeichnen, die sich der Förderung besonders begabter junger Schülerinnen und Schüler angenommen haben.