Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V.

Hingucker

Frühkindliche Förderung: ausgezeichnet!

F. Ulitschnik

LVH verleiht dem Kindergarten „Kribbel Krabbel“ den Förderpreis des Vereins „Begabtenförderer des Jahres 2011“ für Hochbegabte in Stuttgart

Stuttgart, 21. Oktober 2011: Der Kindergarten „Kribbel Krabbel“ in Linkenheim-Hochstetten erhält in diesem Jahr den Förderpreis „Begabtenförderer des Jahres 2011“ des Landes-verbandes Hochbegabung Baden-Württemberg e.V. (LVH). Mit diesem Preis ehrt der LVH einmal jährlich Einrichtungen und Persönlichkeiten, die mit außergewöhnlich hohem Engagement hochbegabte Kinder fördern.

„Die Selbstverständlichkeit, mit der im Kindergarten mit dem Thema Hochbegabung umgegangen wird, ist vorbildlich und hat uns überzeugt,“ so Markus Siehr, 1. Vorsitzender des LVH. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr Lioba Ulitschnik, Leiterin des Kindergarten „Kribbel Krabbel“ und ihr Team. „Ich finde es spannend, die Kinder zu begleiten und zu beobachten, wie sie immer wieder neue Dinge in neue Beziehungen setzen,“ so Lioba Ulitschnik. Die 53jährige Erzieherin, selbst Mutter von drei erwachsenen Kindern, hat seit 2007 die Kindergartenleitung inne und absolvierte eine Zusatzausbildung zur Atelier- und Werkstattpädagogin.

Während in den Vorjahren Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien und Grundschulen als Begabtenförderer ausgezeichnet wurden, fiel die Wahl in diesem Jahr erstmals auf eine Erzieherin eines Kindergartens. „Damit wollen wir der neuen Landesregierung gegenüber ein Ausrufezeichen setzen und den hohen Stellenwert frühkindlicher Bildung betonen,“ so Markus Siehr. Immer noch fristet das Thema Hochbegabung in der Ausbildung von Erzieherinnen und Lehrern ein Schattendasein. Viele Kinder und Jugendliche bleiben daher unentdeckt und können ihr gewaltiges Potenzial nicht abrufen. „Dabei dient es dem Wohl des Kindes und seiner Entwicklung, wenn die Hochbegabung bereits im Kindergartenalter entdeckt und gefördert wird“, so Dr. Evelina Volkmann, dritte Vorsitzende des LVH.

Dabei ist das Interesse an der in der Gesellschaft häufig noch kontrovers diskutierten Thematik Hochbegabung in der Lehrerschaft erfreulicherweise vorhanden: So haben sich knapp 100 Gymnasiallehrer für eine vom LVH organisierte Lehrerfortbildung im November 2011 in Stuttgart angemeldet.

Pressemitteilung zu Frühkindliche Bildung hat hohen Stellenwert

H. Mangei, F. Engemann, F. Ulitschnik, H. Siehr, F. Septinus, F. Ottinger-Gaßebner, F. Hammann

Von links nach rechts: Gustav Mangei (Geschäftsführer der AWO Soziale Dienste gGmbH), Christa Engemann (Ministerialrätin), Lioba Ulitschnik (Leiterin des Kindergartens), Markus Siehr (1. Vorsitzender LVH), Angelika Septinus (Erzieherin), Martina Ottinger-Gaßebner (Vorsitzende Elternkreis Karlsruhe) und Andrea Hammann (Erzieherin).

 

AWO Kindergarten KribbelKrabbel als Begabtenförderer des Jahres 2011 ausgezeichnet

Als „Begabtenförderer des Jahres 2011“ wurde nun der AWO Kindergarten KribbelKrabbel aus Linkenheim-Hochstetten vom Landesverband Hochbegabung (LVH) Baden-Württemberg e.V. in Stuttgart ausgezeichnet. Mit diesem Preis ehrt der Verband einmal jährlich Einrichtungen und Persönlichkeiten, die mit außergewöhnlich hohem Engagement hochbegabte Kinder fördern. Ausschlaggebend für die Auszeichnung seien das gesamte Konzept des Kindergartens und der selbstverständliche Umgang mit dem Thema Hoch-begabung gewesen, betonte Markus Siehr, 1. Vorsitzender des LVH.

Einrichtungsleiterin Lioba Ulitschnik nahm stellvertretend für das gesamte Team die Urkunde entgegen und gab den anwesenden Gästen – unter anderem Ministerialrätin Christa Engemann vom Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg – einen Einblick in die ausgezeichnete AWO Einrichtung, in der besonderen Wert auf die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes gelegt wird. „Dazu gehört für uns, dass wir die Neigungen und Begabungen der Kinder fördern und sie nicht durch reglementierte Abläufe behindern“, führte Lioba Ulitschnik, die selbst Mutter von drei Kindern ist, aus. Insgesamt 67 Zwei- bis Sechsjährige erwerben in den im Orientierungsplan festgelegten Bildungs- und Entwicklungsfeldern „Sinne“, „Sprache“, „Denken“, „Gefühl und Mitgefühl“, „Sinne, Werte und Religion“ sowie „Körper“ Wissen, entwickeln ein Bewusstsein für das jeweilige Gebiet, stellen Fragen, suchen nach Antworten und haben Freiräume zum Experimentieren. Vor kurzem wurde der Kindergarten zudem als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet, einer gemeinnützigen Stiftung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird und die Experimentierfreude der Kinder auf den Gebieten Naturwissen-schaft, Technik und Mathematik stärken möchte.

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